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Laufen bei Kälte: 8 Dinge, die helfen

Laufen im Winter ist für die meisten mit etwas Planung sicher. Wie du dich anziehst, wie du dich aufwärmst, was kalte Luft mit deiner Atmung macht und wann du besser drinnen bleibst.

26. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

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Kurze Tage, dunkle Morgen und frostige Luft machen es verlockend, den Winter auszusetzen. Musst du nicht. Laut American College of Sports Medicine lässt sich Sport bei den meisten Kältebedingungen mit vernünftiger Vorbereitung sicher betreiben. So geht's.

1. Zieh dich an, als wäre es wärmer

Nach zehn Minuten Laufen produziert dein Körper viel Wärme. Eine gängige Faustregel: Zieh dich an, als wäre es etwa 10 °C wärmer, als das Thermometer zeigt. In den ersten Minuten solltest du leicht frieren – ist dir an der Haustür schon wohlig warm, schwitzt du bald.

2. Dünne Schichten statt einer dicken Jacke

Mit Schichten kannst du nachjustieren: Reißverschluss auf, Ärmel hoch oder etwas um die Hüfte binden.

3. Hände, Kopf und Ohren bedecken

Finger, Ohren und Gesicht kühlen am schnellsten aus, weil der Körper bei Kälte dort zuerst die Durchblutung drosselt. Handschuhe, Mütze oder Stirnband und ein Schlauchtuch um den Hals machen mit sehr wenig Gewicht einen großen Unterschied. Bei starkem Wind und deutlich unter null kann ungeschützte Haut Erfrierungen bekommen – achte auf taube, weiße oder wachsartige Stellen an Wangen, Nase und Ohren.

4. Drinnen aufwärmen

Mach ein paar Minuten lockere Bewegung drinnen – Beinschwingen, Gehen auf der Stelle, ein paar Kniebeugen –, bevor du rausgehst. Dann starte den Lauf sanft. Kalte Muskeln und Sehnen brauchen länger, um in Gang zu kommen.

5. Achte auf deine Atmung

Kalte Luft ist auch trockene Luft. Beim harten Laufen atmest du durch den Mund, und die Atemwege haben weniger Gelegenheit, die Luft zu wärmen und anzufeuchten. Bei manchen Menschen – vor allem mit Asthma oder belastungsinduzierter Bronchokonstriktion – kann das Husten, Engegefühl oder Pfeifen auslösen. Ein Schlauchtuch oder eine Maske vor dem Mund hilft, die Luft anzuwärmen. Leg harte Einheiten auf mildere Tage oder mach sie bei großer Kälte drinnen.

Hast du Asthma oder eine Herzerkrankung, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über das Laufen bei Kälte und hab deine Medikamente dabei.

6. Zuerst gegen den Wind laufen

Lauf die erste Hälfte gegen den Wind und komm mit Rückenwind zurück. So erwischt dich der kälteste Teil nicht, wenn du schon verschwitzt bist.

7. Gesehen werden und auf den Weg achten

8. Danach schnell aufwärmen

Sobald du stehen bleibst, kühlst du schnell aus – besonders in nasser Kleidung. Zieh sofort trockene Sachen an und trink etwas Warmes. Die richtige Kälte kommt oft zehn Minuten nach dem Lauf, nicht währenddessen.

Wann du besser drinnen bleibst

Laufband, Crosstrainer oder eine Krafteinheit sind gute Alternativen, wenn:

Fazit

Kälte ist kein Grund, mit dem Laufen aufzuhören. Zieh dich in Schichten an, schütz die Extremitäten, starte locker, schütz deine Atemwege an harten Tagen und sorg dafür, dass man dich sieht. Der Frühling wird es dir danken.

Quellen

  1. Castellani JW, Eglin CM, Ikäheimo TM, et al. ACSM Expert Consensus Statement: Injury prevention and exercise performance during cold-weather exercise. Curr Sports Med Rep. 2021. ACSM news
  2. Castellani JW, Young AJ, Ducharme MB, et al. American College of Sports Medicine position stand: prevention of cold injuries during exercise. Med Sci Sports Exerc. 2006;38(11):2012–2029.
  3. Hanstock HG, Ainegren M, Stenfors N. Exercise in sub-zero temperatures and airway health: implications for athletes with special focus on heat-and-moisture-exchanging breathing devices. Front Sports Act Living. 2020;2:34. doi:10.3389/fspor.2020.00034

Allgemeine Informationen rund ums Laufen, keine medizinische Beratung. Bei Schmerzen, Verletzungen oder gesundheitlichen Beschwerden sprich mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Physiotherapie, bevor du dein Training änderst.

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